Mentaltraining im Fußball – Interview mit Dr. Roman Braun & Krone Sport

Was an der Spitze den Unterschied macht

Wenn ein Doktor der Psychologie im Kronesport neben Michael Fally >> sitzt und über Fußball spricht, geht es selten um Taktik an der Tafel. Es geht um das, was im Kopf der Spieler passiert. Genau hier setzt Mentaltraining im Fußball an: bei der Stimme, die ein Spieler im Sekundenbruchteil vor dem entscheidenden Pass hört.

Dr. Roman Braun war zu Gast bei Krone Sport – hier gehts zum Interview >> und hat gezeigt, warum Spitzenleistung im Profifußball immer zwei Ebenen hat. Die sichtbare Leistung am Ball und die unsichtbare Kommunikation im Inneren. Für jeden, der schon einmal unter Druck performen musste, ist das weit mehr als eine Fußballgeschichte.

Die zwei Ebenen der Kommunikation im Profifußball

Roman Braun unterscheidet zwischen interpersoneller und intrapersoneller Kommunikation. Die eine läuft zwischen Menschen, die andere im Inneren eines einzelnen Spielers. Schon Paul Watzlawick hat mit seinem berühmten Axiom „Man kann nicht nicht kommunizieren“ gezeigt, dass jede Geste und jede Körpersprache eine Botschaft sendet. Die fünf Axiome von Paul Watzlawick sind bis heute ein Fundament guter Gesprächsführung.

Ein Trainer an der Seitenlinie coacht beide Ebenen gleichzeitig. Was nach lockerem Zureden aussieht, ist oft präzise Arbeit am inneren Dialog des Spielers. Dort wird die Leistung in der entscheidenden Sekunde geformt.

Der innere Dialog: das Herz vom Mentaltraining im Fußball

Roman Braun bringt im Interview eine Zahl ins Spiel: Rund 25.000 Gedanken laufen pro Tag durch unseren Kopf. Die Qualität dieses inneren Dialogs lässt sich Menschen ansehen, lange bevor sie ein Wort sagen. Wer sich innerlich ständig kritisiert, bringt selten seine beste Leistung, egal in welchem Feld.

Beim Mentaltraining im Fußball geht es darum, diesen inneren Dialog bewusst zu steuern. Weg von der Stimme, die nach einem Fehler lähmt. Hin zu mentalen Routinen, die auch im fremden Stadion und bei Gegenwind tragen. Ein Spieler wird so zum Regisseur seiner eigenen Emotionen. Er kann eine Emotion einschalten, nutzen und wieder abschalten, um in die nächste Situation zu gehen.

Messi und Ronaldo: zwei Wege zur Spitzenleistung

In Roman Brauns Lesart stehen zwei Ausnahmespieler für zwei Typen. Lionel Messi gilt ihm als idealer Wettkampftyp, der seine Leistung genau dann abruft, wenn es zählt, auch an einem Tag, an dem nicht alles gelingt. Cristiano Ronaldo verkörpert den Trainingsweltmeister, der über feste Rituale und maximale Disziplin in seine Höchstform findet.

Beide Wege funktionieren. Für junge Sportler steckt darin eine Einladung: Schau Dir die Qualität an, die Du an einem Vorbild bewunderst, und übersetze sie in Deine eigene Praxis. Genau das ist angewandtes Mentaltraining im Fußball.

Die Erfolgsformel E = L × K²

Roman Brauns persönliche Erfolgsformel bringt es auf den Punkt: E = L × K². Erfolg ist Leistung mal Kommunikation zum Quadrat. Weil es eine Multiplikation ist, bleibt vom Erfolg wenig übrig, wenn die Leistung gegen null geht. Wer fachlich nichts kann, redet sich auch mit der besten Kommunikation nicht an die Spitze.

Umgekehrt verschenken viele genau dieses Quadrat. Die meisten Trainer arbeiten zu hundert Prozent an der Leistung und überlassen die Kommunikation dem Zufall. Spitzenleute machen den Unterschied, weil sie an beidem arbeiten. Im Fußball wie im Beruf.

Was Mentaltraining im Fußball für Führung und Alltag bedeutet

Die Brücke vom Rasen ins Büro ist kürzer, als viele denken. Eine Gallup-Auswertung zeigt seit Jahren: Rund 70 Prozent davon, wie engagiert ein Team ist, hängen an der direkten Führungskraft. Ein Trainer ist genau diese Führungskraft. Er ist das Medium, über das Fakten ohrgerecht beim Spieler ankommen, angebunden an dessen Werte und Ziele.

Dieselbe Logik trägt jede Führungsrolle. Wie Du den inneren Dialog Deines Teams ansprichst, entscheidet über die Leistung in der Drucksituation. Genau darum dreht sich auch das Buch von Roman und Monika Braun, „Die Sprache der Führung“. Wer diese Werkzeuge selbst von Grund auf lernen möchte, findet im NLP-Kompakt den passenden Einstieg.

Häufige Fragen zum Mentaltraining im Fußball

Was ist Mentaltraining im Fußball eigentlich?

Mentaltraining im Fußball meint die bewusste Arbeit am inneren Dialog und an den Emotionen eines Spielers. Ziel ist, die Leistung in der entscheidenden Sekunde abrufbar zu machen, auch unter Druck und im fremden Stadion.

Wie hängt Kommunikation mit Spitzenleistung zusammen?

Über die Erfolgsformel E = L × K². Leistung mal Kommunikation zum Quadrat. Die fachliche Leistung ist die Basis. Die Kommunikation nach innen und nach außen vervielfacht, was am Ende ankommt.

Brauche ich für Mentaltraining im Fußball eine NLP-Ausbildung?

Nein. Erste Wirkung erzielst Du schon, wenn Du Deinen inneren Dialog bewusst wahrnimmst. Eine fundierte NLP-Ausbildung gibt Dir darüber hinaus ein ganzes Werkzeugset für Mentaltraining im Fußball und weit darüber hinaus.

Arbeitet Roman Braun mit Profisportlern?

Ja. Roman Braun begleitet im Bereich Kommunikation und Rhetorik und arbeitet mit dem Trainer Christian Ilzer zusammen. Viele Sportler fragen von sich aus nach Methoden des mentalen Trainings.

Funktioniert Mentaltraining im Fußball auch im Beruf?

Ja. Die Prinzipien rund um inneren Dialog und bewusste Kommunikation wirken überall, wo Menschen unter Druck Leistung bringen. Vom Spielfeld bis ins Meeting.

Du willst die Werkzeuge hinter dem Mentaltraining im Fußball selbst beherrschen? Im NLP-Practitioner bei Trinergy lernst Du, wie Du Deinen inneren Dialog und Deine Kommunikation gezielt führst.

Roman Braun - Trinergy - NLP - Coaching - Mann mit Jacke über der Schulter, freundlich lächelnd.

Autor

Dr. Roman Braun

  • Erster NLP Master-Trainer in Österreich
  • Entwickler des Trinergy® NLP und der Akupulsur
  • Bestseller-Autor
  • Rhetorik-Trainer österreichischer Olympia-Sportler
  • Mentalcoach von Weltcupsiegern, Spitzenpolitikern und Weltmeistern
  • uvm.
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