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„Ich weiß, dass es nicht schlimm ist – aber es fühlt sich schlimm an.“
Diesen Satz hört man oft.
Im Coaching. In Alltagsgesprächen. Oder vielleicht auch in sich selbst.
Der Verstand sagt: Du brauchst keine Angst haben.
Aber das Gefühl sagt etwas anderes.
Und genau hier beginnt ein zentraler Gedanke im NLP:
Nicht der Inhalt allein bestimmt Dein Erleben – sondern wie Du ihn innerlich darstellst.
Diese feinen Unterschiede im inneren Erleben nennt man Submodalitäten.
Und sie zählen zu den kraftvollsten, aber oft unterschätzten Werkzeugen im NLP.
Was sind Submodalitäten überhaupt?
Submodalitäten sind die Eigenschaften Deiner inneren Bilder, Klänge oder Empfindungen.
Also nicht was Du innerlich siehst, hörst oder spürst – sondern wie genau Du es wahrnimmst.
Ein Bild z. B. kann:
- hell oder dunkel sein
- nah oder weit entfernt
- in Bewegung oder starr
- scharf oder verschwommen
Ein Ton kann:
- laut oder leise sein
- von rechts oder links kommen
- hoch oder tief klingen
Ein Gefühl kann:
- sich warm oder kalt anfühlen
- sich drehen, drücken, ziehen
- sich eher im Bauch, in der Brust oder im Hals zeigen
Diese Unterschiede sind nicht beliebig – sie beeinflussen Dein inneres Erleben direkt.
Warum sind NLP Submodalitäten so wirkungsvoll?
Weil unser Gehirn nicht zwischen „real“ und „vorgestellt“ unterscheidet – es reagiert auf beides emotional.
Wenn Du also eine angstauslösende Erinnerung wie ein großes, helles, bewegtes Bild direkt vor Dir innerlich siehst – wird Dein Körper entsprechend reagieren: mit Anspannung, Unruhe, Rückzug.
Veränderst Du dieses innere Bild – machst es kleiner, dunkler, weiter weg – verändert sich auch das Gefühl.
Nicht, weil Du etwas wegdrückst. Sondern weil Du Dir selbst andere Zugänge erlaubst.
Ein Beispiel aus dem Coaching
Ein Mann erzählt, dass ihn ein Fehler aus der Vergangenheit immer wieder verfolgt.
Er weiß, dass er daraus gelernt hat – und doch ist da immer wieder dieses unangenehme Gefühl.
Ich frage ihn, wie er das Ereignis innerlich sieht.
Er beschreibt ein großes, farbiges, klares Bild direkt vor seinem Gesicht.
Ich bitte ihn, das Bild gedanklich weiter wegzuschieben. Es schwarz-weiß zu machen. Die Ränder weichzuzeichnen.
Und plötzlich wird sein Gesicht ruhiger. Er atmet anders.
„Das ist jetzt irgendwie… vorbei“, sagt er.
Genau das ist die Wirkung von NLP Submodalitäten.
Submodalitäten sind kein Trick – sie sind Struktur
Viele denken zuerst: Das ist ja wie Visualisierung.
Nein. Es geht nicht darum, sich „etwas Schönes vorzustellen“.
Sondern darum, das eigene innere Erleben genauer wahrzunehmen und bewusster zu gestalten.
Im NLP sagen wir: „Die Struktur bestimmt die Wirkung.“
Und die Submodalitäten sind diese Struktur.
Eine kleine Übung zum Ausprobieren
Denk an ein Ereignis, das Dich nervt – nicht traumatisch, aber unangenehm.
- Was siehst Du innerlich? Wo genau ist das Bild? Nah oder fern? Farbe oder Schwarzweiß? Bewegung oder Standbild?
- Was hörst Du? Gibt es einen inneren Kommentar? Einen Ton? Eine Stimme?
- Was spürst Du? Wo im Körper ist das Gefühl? Wie fühlt es sich an?
Jetzt verändere bewusst:
- Das Bild weiter weg
- Die Stimme leiser
- Die Körperwahrnehmung: atme dorthin, wo es eng ist
Was verändert sich?
Nicht immer „alles“.
Aber oft genug: genug.
NLP Submodalitäten sind auch im Positiven anwendbar
Nicht nur unangenehme Erfahrungen lassen sich damit bearbeiten.
Auch gute Zustände können durch Submodalitäten verstärkt werden.
Du erinnerst Dich an einen Moment der Ruhe?
Mach das Bild größer, heller, näher.
Spür das Gefühl im Körper – und dreh es „auf“.
Das ist kein Selbstbetrug.
Das ist aktive Zustandsregulation – etwas, das wir sowieso ständig tun. Nur meist unbewusst.
Warum das nicht Manipulation ist
Ein Vorwurf gegenüber NLP ist manchmal: „Ihr manipuliert doch nur innere Bilder.“
Das stimmt nicht.
Manipulativ wäre: Jemand verändert Deine Bilder ohne Dein Wissen oder gegen Deinen Willen.
NLP Submodalitäten dagegen laden ein: Schau selbst. Probier aus. Entscheide, was Dir gut tut.
Es ist ein Angebot zur Selbststeuerung – nicht zur Fremdsteuerung.
Fazit: Kleine Veränderung – große Wirkung
Wer mit NLP Submodalitäten arbeitet, lernt, dass innere Erlebnisse nicht „festgeschrieben“ sind.
Dass Erinnerungen, Gedanken und Gefühle formbar sind.
Nicht beliebig – aber beweglich.
Und dass Veränderung manchmal nicht aus großen Entscheidungen entsteht.
Sondern aus einem anderen Bild. Einer neuen Tonlage. Einem veränderten Abstand.
Wenn Du das erleben willst – ganz konkret, mit Anleitung und Raum:
NLP-Kompakt ist ein guter Einstieg. Viele Beispiele findest Du auf Youtube >>
Du brauchst kein Vorwissen. Nur die Bereitschaft, Dir selbst ehrlich zu begegnen.
Häufig gestellte Fragen zu NLP Submodalitäten
Was sind NLP Submodalitäten?
Die feinen Eigenschaften innerer Wahrnehmung – wie Farbe, Nähe, Bewegung eines inneren Bildes. Sie beeinflussen, wie wir etwas empfinden.
Wofür kann ich das nutzen?
Zur emotionalen Klärung, zur Zustandsveränderung, zur Auflösung alter Erlebnisse, zur Stärkung guter Erinnerungen.
Muss ich visuell stark sein?
Nein. NLP arbeitet mit allen Kanälen – sehen, hören, fühlen. Es geht darum, Deinen Zugang zu finden.
4. Wo kann ich das lernen?
Im NLP-Kompaktseminar – praktisch, konkret, achtsam. Ohne Druck. Mit Tiefgang.
